Kapitel 5 T5

Tipp 23: Dem Bildrauschen entgegenwirken:

Starkes Bildrauschen bekommt man gut in den Griff, wenn man das Bild vor dem ersten Entfernen des Rauschens um etwa 20% verkleinert. Damit werden die „Rauschartefakte“ auch fast bis zur „Unsichtbarkeit“ verkleinert. In den nächsten Bearbeitungsschritten multipliziert sich das Rauschen oftmals.

RAW vs JPG

Es gilt zu bedenken, dass die Fotos teilweise noch exzessiv nachbearbeitet werden, Kontraste und Farben werden verstärkt und damit auch das Bildrauschen. Ob man hier im JPEG- oder RAW-Format arbeitet hängt vom persönlichen Geschmack und Bildthema (Sport und Naturfotografen brauchen eine hohe Serienbildgeschwindigkeit, die nur mit JPG zu realisieren ist) ab, wobei die interne Rauschreduzierung aktueller Kameras oft besser Ergebnisse erzielen kann, als entsprechende RAW-Software. Wenn immer es geht, nehmen Sie die Fotos im RAW-Modus auf- Sie bleiben flexibler.

Vorteile der Nutzung des RAW-Formates

Grundsätzlich hat die Fotografie im RAW-Format viele Vorteile, wenn man seine Bilder vermarkten möchte:

  • Anpassungen des Weißabgleichs sind nachträglich problemlos möglich
  • Helligkeit ist nachträglich noch bis zu 2 Blenden korrigierbar!
  • Kontrast und Helligkeit sind mit geringem Qualitätsverlust möglich
  • Farbraum lässt sich für die Entwicklung anpassen (Adobe RGB – hat den größten Farbraum)
  • Fotografen haben einen Beweis, dass Sie das Foto selbst aufgenommen haben

Die Nachteile sind die ungeheuerliche Dateigröße und damit verbunden, die gegenüber JPEG langsame Abspeicherung auf CF Card. Zusätzlich können einige Bildbetrachter die RAW-Fotos nicht direkt anzeigen.

Die Preise für Speicherkarten und Festplatten sind immer weiter gesunken, so dass die Kosten für die höhere Datenmenge nicht mehr so sehr ins Gewicht fällt wie früher. Ich arbeite z.B. mit zwei Sandisc 16 GB Karten mit einem mobilen Festplattenbackup (Xxx-80 GB ca. 160 Euro).

Schärfe

Das primäre Bildelement muss natürlich knackscharf sein. Passt bitte ganz genau auf, wo die Fokussierung in euren Bildern liegt und arbeitet im Zweifelsfall lieber mit höherer Tiefenschärfe. Gerade bei Stills kann ein anderer Betrachter einen ganz anderen Bereich interessant finden.

matze

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert