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Geld mit Lyrik

Ode an den Humor

Ein kleines Gedicht.

Fällt kaum ins Gewicht.

Bin nicht der Ringelnatz.

Dichte nur für die Katz.

Meine Gedanken surren.

Wie die Mietzen schnurren.

Egal was ich auch denke.

Wohin meine Schritte ich lenke.

Der Reim bringts ans Licht.

Ohne ihn leben wir nicht.

So führe mich in Versuchung.

Mein spitzer Dichtermund.

Und ad absurdum jederzeit.

Ich bin zu jedem Spaß bereit.

Wer Humor hat in der Welt.

Der besitzt alles, was zählt.

(M.Bleckmann,  Seesen, 2011)

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Spinne

Ich glaub, ich spinne
Eine Spinne saß vor meiner Tür.
Ich konnts kaum glauben.
Wollte sie zu mir?
Vielleicht mein Essen rauben?
Ach, du dummes Getier.
hatte noch gehofft, gedacht,
deine Liebe galt mir.
Hast mir kein Geschenk gemacht.
Der Herbst hat Dich geschickt,
will mir damit wohl sagen,
dass es Blitz und Donner gibt.
Von mir hörst Du keine Klagen.
Will mich weder drehn noch wenden.
Angstvoll wird mir klar:
das wird noch böse enden,
so wie die Lage war.
Von Blitz und Donner ungerührt,
schwingt tot dafür,
mein Brötchen an der Tür.
In weißem Garn schon konserviert.

(Mathias Bleckmann, Bonn, 1994)

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Herbst

Wenn tausend Wolken sich verbreiten
ist mit dem Sommer leider Schluss.
Wenn lose Blätter kalte Winde reiten,
grüßt der Herbst mit einem Regenguss.


Vorbei die schönen Tage und die warmen.
Von Eis und weißem Schnee
lässt der kalte Wind bereits erahnen:
Abschied nehmen tut weh.


Alles hat einmal ein Ende.
Auch der schönste Sommer muss nun gehen.
abgelöst von der Jahreswende,
um nächstes Jahr wieder aufzustehen.

© 1998 Mathias Bleckmann