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Kindle Bestseller

Monats-Archive: Dezember 2012

Das Ende der Buchpreisbindung?

Selbst Kindle eBooks schreiben • Top10-Amazon-Bestseller • Geldverdienen mit e-books im kindle Format

Amazon stritt gerichtlich vor der EU- Kommission über die Frage, wer die Preise für die elektronischen Bücher (eBooks) festlegt – Verlage oder Händler.

Hintergrund:

Apple hatte mit verschiedenen Verlagen vereinbart, dass andere Händler den Preis der eBooks im iTunes Store nicht unterbieten dürfen.

Jeff Bezos (Chef von Amazon) wollte dieses “Verbot” eines Preiswettbewerbs nicht hinnehmen, weil es zum Nachteil der Verbraucher wäre (und natürlich auch zum Nachteil von Amazon…)

Die EU -Kommission hat Bezos jetzt offenbar Recht gegeben, so dass Amazon die nächsten 2 Jahre die eBooks billiger anbieten darf als Apple. Die Entscheidung wird wohl demnächst verkündet und könnte das Ende der Buchpreisbindung auch auf dem deutschen Markt bedeuten. Die Abschaffung der “Apple-Preis-Diktatur” wurde auf zunächst zwei Jahre festgelegt.

Da Apple auch ein Verkauf von multimedialen Textbooks produziert mit iBooks Author exklusiv auf den iTunes Store beschränkt hat, bedeutet dies erst einmal für diese Art von eBooks keine Konsequenzen. Allerdings können jetzt alle anderen eBooks (im ePub-Format) im iTunes Store einen höheren Preis haben als bei Amazon (dort im .mobi-Format) oder bei diversen eBook-Aggregatoren ( smashwords usw)!

Das verspricht rosige Zeiten (individuelle Preise abgestimmt auf jeden einzelnen Marktplatz) für Selbstverleger! Was das Urteil aber genau für die Selbstverleger bedeutet, ist noch nicht abzusehen…

Nachtrag

Ich habe zu diesem Thema am 20.12. eine mail von Apple mit diesem Hinweis erhalten:

Zitatanfang

Apple hereby notifies you that, until December 18, 2017, with respect to any book sold in the European Economic Area (EEA), Apple will no longer apply nor enforce any retail price parity (also known as retail price MFN) provisions in your eBook Distribution Agreement (e.g. Section 5(b) of the Agreement). The change is being made pursuant to a settlement between Apple and the European Commission to resolve case number 49847. The European Commission investigation of Apple’s eBook business is now closed. The European Commission has signaled that it will not challenge any other term of our ebook distribution agreements. Thus, the eBook Distribution Agreement remains in effect and is not otherwise changed in any way.

At this time, the EEA is constituted of the following countries: Austria, Belgium, Bulgaria, Cyprus, Czech Republic, Denmark, Estonia, Finland, France, Germany, Greece, Hungary, Iceland, Ireland, Italy, Latvia, Liechtenstein, Lithuania, Luxembourg, Malta, Netherlands, Norway, Poland, Portugal, Romania, Slovakia, Slovenia, Spain, Sweden, and the United Kingdom. For the purposes of this notification, the European Economic Area also includes any countries that may be added to the EEA in the future. eBooks sold into territories outside of the EEA are not affected by this notice.

Zitatende

Ging wohl doch alles schneller als gedacht und gilt nur für eBooks, die in der EU-Zone bis 18.12.2017 angeboten werden – also nicht für eBooks im US-Markt!

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Euer Mathias

Recommended Reading

Buchtipp: Mein Paris trägt grüne Schuhe

Frisch gedruckt:

Ingeborg Drews: Mein Paris trägt grüne Schuhe

Meine 74jährge Lieblingsautorin zeigt eindringlich, wie man aus einer aussichtslosen Situation, einem Laptop, der Gnade der detaillierten Erinnerung und einer poetischen Lebenseinstellung die schillernde Künstlervergangenheit perfekt zum Leben erwecken kann.

Robert von Zahn schreibt über dieses Buch:

So entwirft die Autorin ein schillerndes Geflecht der deutsch-französischen Zeitgeschichte. Drews durchwebt ihre poetischen Schilderungen mit kritischen Untertönen, denn vor der künstlerischen Selbstbehauptung forderte auch die Gesellschaft um 1960 ihre Tribute. Ein Vexierbild urbanen Künstlerlebens und eine Liebeserklärung an Paris.“
mein-Paris-trägt-grüne-schuhe
Zu beziehen über den RR-Verlag oder bei Amazon

Ingeborg Drews: Mein Paris trägt grüne Schuhe. Eine autobiografische Erzählung. 322 S., 15 x 23 cm, gebunden mit Schutzumschlag. Neuerscheinung: 6.12.2012. ISBN 978-3-943580-04-4. Verkaufspreis ab 6.12.12: 22,80 Euro.

Mein Paris trägt grüne Schuhe entstand im Winter 2010/11 in Südindien. Dort saß die Autorin sechs Wochen lang fest: „Meine ursprünglichen Reisepläne hatten sich zerschlagen, wegen der Ferienzeit bekam ich aber keinen Rückflug. Notgedrungen blieb ich in einer Villa, die an Touristen ­vermietet wurde und einer Frau mit 37 Katzen gehörte. Um dem zu entkommen, blieb mir nur die glühend heiße Terrasse. Ich hatte meinen Laptop dabei, mit einer Kurzgeschichte über grüne Schuhe und einem Text über die Lieblingsautos meines Vaters. Plötzlich sah ich meine Kindheit in Köln und die Zeit in Paris mit einer Präzision und Eindringlichkeit vor mir, die mich noch heute erstaunt. Die Terrasse verließ ich nur noch, um mit einem klapprigen Fahrrad zu einem Schnellrestaurant zu fahren, ein wenig zu schlafen und unterdessen den Rechner-Akku aufzuladen.“

Stimmen zum Buch: 

„Am Leben in der Kulturmetropole Paris teilzuhaben, war um 1960 eine Herausforderung und ein Privileg: Die 21-jährige Laura Wassenberg siedelt mittellos in die Metropole über, zwei Kunstakademien sind bereit, sie aufzunehmen. Wir erleben die angehende Studentin auf ihrem ersten Weg über die Champs Élysées zur „Académie Julian“ und auf dem Rückweg. Vor uns entsteht ein Kaleidoskop aus Momentaufnahmen des Pariser „Melting Pots“ internationalen Künstlerlebens. Es ist aber auch ein Weg der Reflexionen über die deutsche Nachkriegsmoderne. Laura Wassenberg stellt den Eindrücken von der Metropole Erinnerungen an ihre Kindheit in einem Kölner Vorstadtviertel gegenüber, das noch vom Nationalsozialismus und dem Weltkrieg geprägt ist. – So entwirft die Autorin ein schillerndes Geflecht der deutsch-französischen Zeitgeschichte. Drews durchwebt ihre poetischen Schilderungen mit kritischen Untertönen, denn vor der künstlerischen Selbstbehauptung forderte auch die Gesellschaft um 1960 ihre Tribute. Ein Vexierbild urbanen Künstlerlebens und eine Liebeserklärung an Paris.“

Robert v. Zahn

Mein Fazit:

Unbedingt lesenswert für alle, die in die Welt der Bohéme- und Nachkriegsjahre eintauchen wollen! Die hübsche Protagonistin Laura Wassenberg wächst in den Kriegstrümmern eines Kölner Vorstadtviertels auf und kämpft um ihre persönliche Freiheit und Anerkennung als Person und Künstlerin. In ihrer bürgerlichen Familie stößt sie dabei auf Unverständnis. Auf der Suche nach einer eigenen Identität muss Laura viele Hürden meistern innere wie äußere und trifft auf viele bekannte Figuren aus der Kölner und Pariser Künstlerszene. Die bekannte Eisdiele des Gigi Campi (hier trifft sie Jazzmusiker, Künstler und echte Typen) wird für sie zum Dreh- und Angelpunkt ihres Strebens. Die geliebte Jazzmusik ist dabei ihr “Katalysator”, der viele Ereignisse in gang bringt und gleichzeitig Ausdruck ist für den revolutionären Zeitgeist der Epoche. Als Leser schaut man der starken und doch nachdenklichen Laura gern dabei zu, wie sie sich mit ihren jungen 21 Jahren in einer Weltmetropole wie Paris “durchswingt” und was ihr dabei widerfährt…

Frohe Weihnachten!

Sharing-is-loving

Euer Mathias

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Apple lässt Amazons Kindle Fire-HD-Verkaufszahlen explodieren

Selbst Kindle eBooks schreiben • Top10-Amazon-Bestseller • Geldverdienen mit e-books im kindle Format

Seitdem Apple Infos zu seinem iPad Mini veröffentlicht hat, explodieren die Verkaufszahlen des Amazon Tablets Kindle Fire HD, das seit dem 26.10. auch bei uns in Deutschland erhältlich ist.

Dieses zunächst Paradox erscheinende Phänomen scheint die Konsequenz aus der Preisgestaltung für Apples 7- Zoll Minitablets zu sein. Die günstigste Variante ist mit einem VK von € 329.- etwa 130 € teurer als das Kindle Fire HD, das Amazon beinahe zum Selbstkostenpreis anbietet. Allerdings liegen dem Kindle Tablet nur ein USB Kabel bei- externes Ladegerät, Kopfhörer usw. muss man dazu kaufen und in den Preisvergleich einkalkulieren.

Die Durchdringung des Marktes mit günstigen Hardwarepreisen ist eine vielversprechende Strategie, die bereits andere Firmen erfolgreich vorgemacht haben. Die Gewinne werden dann mit der Software (also den ebooks, Filmen und der Musik) gemacht.

Das Kindle Fire HD-Tablett ist auch über ElectronicPartner (EP), Medimaxx sowie GRAVIS (Apples Vertriebspartner!) erhältlich. Das iPad Mini ist trotzdem so gefragt, dass bis heute 2 Wochen Lieferzeit auflaufen.

Der eBook-Markt wird von Amazon zu ca. 65-70% dominiert, Apple spielt mit ca. 25-30% nur eine untergeordnete Rolle.

Schade, hier hätte Apple die Chance gehabt, Boden im eBook-Markt gut zu machen. Leider bis jetzt verpasst!

Vielleicht schwenkt Apple in ein paar Monaten auf einen tieferen Preis, wenn die Early Adaptors (Technikfreaks) erst einmal die Apple Kasse gefüllt haben…

Der Kindle Fire bietet eine Pixelzahl von 1024×600, beim Fire HD sind es 1280×800. Damit ist seine Auflösung sogar höher als die des neuen iPad mini von Apple, das nur 1024×768 Pixel bietet und etwas enttäuscht.

Der Kindle Fire besitzt kein so genanntes E-Ink-Display, sondern eine selbstleuchtende LCD-Anzeige, mit dem eines Notebooks vergleichbar, während sich die Darstellung auf einem E-Ink-Display an das Erscheinungsbild einer gedruckten Seite anlehnt also buchähnlich ist. Die LCD-Anzeige ist ohne Beleuchtung nicht sinnvoll und verbraucht deutlich mehr Strom. Der Akku des Kindle Fire ist selbst bei ausgeschaltetem WLAN schon nach 11 Stunden am Ende, während man auf einem E-Ink-Kindle mit einer Akku-Ladung mehrere Wochen lesen kann.

Beide Tablets lassen ein Lesen in der prallen Sonne wegen ihres spiegelnden Displays nicht zu, die E-Ink-Modelle dagegen schon. Apples iPad Mini und Amazons Kindle Fire HD sind Multimedia-Tablets, die das Lesen von eBooks auch ermöglichen aber eher auf Filme und Musik ausgerichtet sind. Beide Tablets lassen sich nur mit etwas Mühe dazu überreden auch fremde Inhalte abzuspielen. Leichter geht das mit dem Apple Tablet. Der Fire HD lässt sich so einstellen, dass er die Installation von Programmen zulässt, die aus anderen Quellen stammen. Das Kindle Fire HD benutzt ein für Amazon angepasstes Android als Betriebssystem. Amazon selbst gibt erst gar keine normalen Android-Apps in seinen Store und verpflichtet sogar seine Käufer beim Einschalten des Gerätes zu einer Art Zwangsabo für eine 30-tägige Mitgliedschaft bei Amazon Prime und beim Amazon-Videoverleih Lovefilm.

Während die Prime-Mitgliedschaft automatisch nach 30 Tagen endet, muss die Lovefilm-Mitgliedschaft aktiv gekündigt werden. Versäumt man dies, so zahlt man nach den 30 Tagen Lovefilm 11,99 Euro im Monat…

George Orwell lässt grüßen

Auch sollte nicht unerwähnt bleiben, das Amazon den Internetverkehr mit protokollieren kann, wenn das “schnelle Laden” aktiviert ist. Die Amazon eigenen Server stellen dann die Verbindung zum Internet her. Amazon behält sich in seinen Nutzungsbedingungen ausdrücklich vor, das Leseverhalten der Nutzer ständig zu überwachen und auszuwerten. Diese Nutzung ist standardmäßig vorgesehen. Wer dies vermeiden will, sollte in den Einstellungen die Funktion »Seiten schneller laden« deaktivieren. Die Geschwindigkeit ändert sich dabei kaum.

Mit dem lediglich in den USA verkauftem, günstigen Kindle Fire von Amazon, schaffte der Konzern mit rund 3,9 Millionen verkauften Tablets im vierten Quartal 2011 den Sprung auf den zweiten Platz, gleich hinter Apple.

2011 nach Einführung der Kindle-4-Modelle veröffentlichte Amazon erstmals Verkaufszahlen: so seien zwischen Mitte November und Mitte Dezember 2011 wöchentlich über eine Million Kindle-Geräte abgesetzt worden (Kindle 3/Keyboard, Kindle 4 und Kindle Fire).

Das Kindle Fire ist derzeit das Android-Tablet mit dem größten Marktanteil; im Februar 2012 wurde der Marktanteil mit 54,4 % aller Tablets in den USA angegeben.

Seit der Einführung im Jahr 2010 hat Apple mehr als 100 Millionen iPads (vom iPad 1 bis zum iPad Mini) verkauft. Davon ca. 2.8 Mio nach Deutschland. Analysten sehen alleine nur für Deutschland einen iPad Bedarf von sagenhaften 4 Millionen Stück! Apple verkauft 40 Prozent seiner iPads in den USA, was ca. 34 Millionen Tablets entspricht. 38% der iPadbesitzer sind Frauen! Und ebenfalls 38% der iPadbesitzer nutzen das gute Stück länger als 2 Stunden am Tag.

Wer darüber nachdenkt, multimediale Textbooks (.ibook) fürs iPad zu veröffentlichen, sollte darüber nachdenken sein Werk auf englisch zu produzieren – allein wegen der 10 Fach höheren Reichweite!

Einen wesentlichen Teil der iPads verkauft Apple in Europa, wie comScore Data Mine berichtet. So wuchs in fünf europäischen Ländern (Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und dem Vereinigten Königreich) seit Februar 2011 der Anteil der iPad-Besitzer um 73,6 Prozent. Damit besaßen bis Ende Januar 11,4 Millionen Europäer ein Tablet von Apple. Die meisten iPad-Freunde kommen aus England: 2,8 Millionen Briten sind dem Bericht zufolge im Besitz eines Tablets mit iOS.

Quelle:

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/202575/umfrage/besitz-und-kaufplaene-von-tablet-pcs-in-deutschland/

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/182958/umfrage/dauer-der-taeglichen-nutzung-von-tablets-in-den-usa/

Fazit

Der Kindle Fire HD ist quasi ein Schaufenster (oder besser: Verkaufsraum) für Amazoninhalte mit eingeschränkten Fähigkeiten. Wer bei Google Play bereits Androide-Apps gekauft hat, muss sie für den Kindle noch einmal kaufen, falls sie überhaupt erhältlich sind. Die Verarbeitungsqualität, das Display und der Preis gefallen, die Einschränkungen weniger. Selbst ein Ladegerät oder Kopfhörer muss man zusätzlich kaufen. Die Chancen für Kindle-Autoren ihre eBooks zu verkaufen, sind sehr gut: Das Marktforschungsinstitut Gartner erwartet, dass Amazon im Jahr 2012 insgesamt 18,4 Millionen Tablets absetzen wird.

Das IPad Mini gefällt wegen seiner Vielzahl an Apps, der Verarbeitungsqualität, dem stylischen Design, dem unzähligen Zubehörangebot und der handlichen Größe. Weniger Begeisterung ruft der Preis und das Display hervor, auf dem manche App-Schriften leicht ausgefranst aussehen, die Schriftgrösse ist aber bei den meisten Apps einstellbar.

Nun kann jeder für sich selbst entscheiden, welches Tablet unter dem diesjährigen Weihnachtsbaum liegen wird…

Frohe Weihnachten!

Sharing-is-loving

Euer Mathias

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